Zoekplaat: Wie schön leuchtet der Morgenstern

Het lied Wie schön leuchtet der Morgenstern is geschreven door Philipp Nicolai in 1599. Aan het begin van de 18e eeuw werd het soms zelfs verboden.

Een kwestie waar de hymnologen zich herhaaldelijk tegen afzetten was de dubbelzinnige of zelfs erotische uitleg van liederen. Zo was het lied Wie schön leuchtet der Morgenstern zeer geliefd als bruiloftslied. Je was volgens sommige bruiloftsgangers niet echt getrouwd als dit lied niet was gezongen. Maar de tekst werd daarbij vooral begrepen als handleiding voor de huwelijksnacht. Joachim Weickmann schreef in 1704 zes preken over het lied en stelde dat men “keine andere als geistliche Gedancken” moest hebben. Hij omschreef daarbij zijn ergernis: “Es ist zu beklagen / daß vielen aus Einfalt und Unverstand mißdeutet wird / auff solche Dinge / welche hieher nicht gehören”. 

Hieronder vind je de complete tekst van het lied en van de cantate. Op de afbeelding, de frontispice uit het boek van Weickmann, vind je alles wat volgens hem echt van belang is in het lied.
Een leuke zoekplaat! In de nieuwsbrief van november 2022 laten we weten wat wij gevonden hebben.

Liedtekst

  1. Wie schön leuchtet der Morgenstern /
    voll Gnad und Warheit von dem HErrn /
    die süsse Wurtzel Jesse:
    Du Sohn David aus Jacobs Stamm /
    mein König und mein Bräutigam /
    hast mir mein Hertz besessen /
    lieblich /
    freundlich /
    schön und herlich / groß und ehrlich /
    reich von Gaben / hoch
    und sehr prächtig erhaben.

Cantatetekst

1. CHORAL

Wie schön leuchtet der Morgenstern
Voll Gnad und Wahrheit von dem Herrn,
Die süße Wurzel Jesse!
Du Sohn David aus Jakobs Stamm,
Mein König und mein Bräutigam,
Hast mir mein Herz besessen,
Lieblich,
freundlich,
Schön und herrlich, groß und ehrlich, reich von Gaben,
Hoch und sehr prächtig erhaben.

2. Ey! mein Perle / du werthe Kron /
wahr GOttes und Marien Sohn /
ein hochgebohrner König:
Mein Hertz heist dich ein Lilium /
dein süsses Evangelium
ist lauter Milch und Honig.
Ey! mein Blümlein /
Hosianna! himmlisch Manna /
das wir essen
deiner kan ich nicht vergessen.

2. REZITATIV (T)

Du wahrer Gottes und Marien Sohn,
Du König derer Auserwählten,
Wie süß ist uns dies Lebenswort,
Nach dem die ersten Väter schon
So Jahr’ als Tage zählten,
Das Gabriel mit Freuden dort
In Bethlehem verheißen!
O Süßigkeit, o Himmelsbrot!
Das weder Grab, Gefahr, noch Tod
Aus unsern Herzen reißen.

3. Geuß sehr tieff in mein Hertz hinein /
du heller Jaspis und Rubin /
die Flamme deiner Liebe:
Und erfreu mich / daß ich doch bleib
an deinem auserwehlten Leib
ein lebendige Riebe!
Nach dir ist mir / gratiosa Coeli Rosa,
kranck und glimmet mein Hertz /
durch Liebe verwundet.

3. ARIA (S)

Erfüllet, ihr himmlischen göttlichen Flammen,
Die nach euch verlangende gläubige Brust!
Die Seelen empfinden die kräftigsten Triebe
Der brünstigsten Liebe
Und schmecken auf Erden die himmlische Lust.

4. Von GOtt kömmt mir ein Freuden=Schein /
wenn du mit deinen Aeugelein
mich freundlich thust anblicken.
O HErr JEsu! mein trautes Gut /
dein Wort / dein Geist / dein Leib und Blut
mich innerlich erquicken:
Nimm mich freundlich in dein Arme /
daß ich warme werd von Gnaden:
Auf dein Wort komm ich geladen.

5. HErr GOtt Vater / mein starcker Held /
du hast mich ewig vor der Welt
in deinem Sohn geliebet:
Dein Sohn hat mich ihm selbst vertraut /
Er ist mein Schatz / ich bin seine Braut /
sehr hoch in ihm erfreuet.
Eya! Eya! himmlisch Leben
wird Er geben
mir dort oben:
Ewig soll mein Hertz ihn loben.

4. REZITATIV (B)

Ein irdscher Glanz, ein leiblich Licht
Rührt meine Seele nicht;
Ein Freudenschein ist mir von Gott entstanden,
Denn ein vollkommnes Gut,
Des Heilands Leib und Blut,
Ist zur Erquickung da.
So muss uns ja
Der überreiche Segen,
Der uns von Ewigkeit bestimmt
Und unser Glaube zu sich nimmt,
Zum Dank und Preis bewegen.

6. Zwingt die Säiten in Cithara /
und laßt die süsse Musica
ganz Freuden=reich erschallen /
daß ich möge mit JEsulein /
dem wunderschönen Bräutgam mein /
in steter Liebe wallen.
Singet springet /
jubiliret triumphiret /
danckt dem HErren! Groß ist der König der Ehren.

5. ARIA (T)

Unser Mund und Ton der Saiten
Sollen dir
Für und für
Dank und Opfer zubereiten.
Herz und Sinnen sind erhoben,
Lebenslang
Mit Gesang,
Großer König, dich zu loben.

7. Wie bin ich doch so hertzlich froh /
daß mein Schatz ist das A und O /
der Anfang und das Ende!
Er wird mich doch zu seinem Preiß
aufnehmen in das Paradeiß /
Deß klopff ich in die Hände.
Amen!
Amen!
komm / du schöne Freuden-Crone!
bleib nicht lange / 
deiner wart ich mit Verlangen.

6. CHORAL

Wie bin ich doch so herzlich froh,
Dass mein Schatz ist das A und O,
Der Anfang und das Ende;
Er wird mich doch zu seinem Preis
Aufnehmen in das Paradeis,
Des klopf ich in die Hände.
Amen,
Amen,
Komm, du schöne Freudenkrone, bleib nicht lange,
Deiner wart ich mit Verlangen.

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